Förderprogramme für den Schritt in die Digitalisierung

Die zunehmende Digitalisierung des gesamten Geschäftsalltags ist aktuell eine der größten Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Um sich im Wettbewerb nachhaltig behaupten zu können, ist es jedoch wichtig, die Digitalisierung in allen Geschäftsprozessen im Unternehmen fest zu etablieren.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) startete nun bundesweit das Förderprogramm „go-digital“. Das Programm unterstützt KMU dabei, die eigene Digitalisierung auf drei Feldern voranzutreiben: IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung und Digitalisierte Geschäftsprozesse. Es soll den Unternehmen dabei helfen, ganzheitliche IT-Geschäftskonzepte zu entwickeln und zu realisieren sowie die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen umzusetzen.

Geförderte Unternehmen können von autorisierten Beratungsunternehmen Expertise und Unterstützung bei der Digitalisierung einholen: von der Analyse bis zur Umsetzung konkreter Maßnahmen. Praxiswirksam bietet das Programm Beratungsleistungen, um mit den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Online-Handel, Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung Schritt zu halten.

Gefördert werden Beratungsleistungen in einem ausgewählten Hauptmodul mit gegebenenfalls erforderlichen Nebenmodulen mit einem Fördersatz von 50 Prozent auf einen maximalen Beratertagesatz von 1.100 Euro. Der Förderumfang beträgt maximal 30 Tage in einem Zeitraum von einem halben Jahr.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet seit dem 1. Juli 2017 mit dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ die Möglichkeit, für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben – auch für die Implementierung der BIM-Methode in die Arbeitsprozesse von kleinen und mittelständischen Büros – zinsgünstige Kredite zu bekommen.  Gefördert wird die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren – beispielsweise die Vernetzung der Produktionssysteme unter dem Stichwort Industrie 4.0. Auch Maßnahmen zur Ausrichtung der Unternehmensstrategie bzw. Unternehmensorganisation auf die Digitalisierung können begleitet werden. Antragsberechtigt sind Freiberufler und gewerbliche Unternehmen, die länger als 2 Jahre am Markt sind.

Weiterhin bietet die Thüringer Aufbaubank Intensivworkshops zur Antragstellung für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für KMU an. Die Workshops richten sich an Unternehmer und FuE-Projektverantwortliche aus kleinen und mittleren Unternehmen, die bislang noch keine Erfahrung bei der Beantragung von Fördermitteln für ein einzelbetriebliches FuE-Projekt haben. Vermittelt werden Informationen zu den Abläufen von der Antragstellung bis zum Verwendungsnachweis.

Weitere Informationen zu den Programmen vermittelt Ihnen das Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0.